Ausser “pfft” fällt mir da nicht mehr viel ein. Gestern hab ich die Zugangsdaten zu gmail.de von der “G-mail Registratur” bekommen und mich natürlich sofort eingeloggt. Mein erster Eindruck war nicht 90er. Er war schlimmer! Hallo?! Was geht da ab?
Ums vorweg zu nehmen: Ich kenn mich heut noch nicht aus. Ein sich mir nicht erschließen wollender Funktionsumfang, der die Eierlegendewollmilchsau aus Post, eBay, LinkedIn, Facebook und gmx ergeben soll. Und bitte was ist der Unterschied zwischen G-mail, elektronischer G-mail und G-mail webmail? Verschiedene Arten Mitteilungen zu verschicken unter Begriffen, die ich nur sehr schwer voneinander unterscheiden kann (kommt mir seeeehr bekannt vor!). Zwei optisch völlig verschiedene Interfaces und Menüpunkte, die ich teilweise nur auf einer einzigen Seite finden kann (aber nicht dort, wo ich es vermuten würde), usw.! Ich könnt mich da noch Stunden drüber auslassen.
Verbesserung seit meinem vorigen Besuch auf gmail.de ist die “interaktive G-mail Tour”. Dennoch hab ich keine Ahnung, was ich wie und wo machen kann. Die nötigen Erklärungen dazu sind auch nicht direkt bei den Punkten, bei denen man sie brauchen würde.
Die Suchfunktion ist viel zu ungenau, sprich gibt viel zu viele nicht relevante Ergebnisse, wenn man nach Namen sucht und öffnet Spammern Tür und Tor. Herrlich, einfach mal Maier suchen und alle Maiers anrufen oder eine E-Mail schicken (würd ich von einem anderen Account empfehlen). Wie kann man das zulassen? Man kann als User die Daten zwar nur für das Freundesnetzwerk oder für niemanden freigeben aber als standard Einstellung ist “für alle sichtbar” eingestellt. Und wie man sieht, ändert das kaum jemand. Das traut sich kein Startup.
Wurscht, alles “Kleinigkeiten”, die man mit 20 Mio Euro Finanzierung sicher raz faz beheben kann, um die User zufriedener zu machen und das Portal verständlicher zu gestalten.
summasumario: würd sich die ganze Kiste glaub ich als sauber umgesetzte Facebook App zu deutlich niedrigeren Kosten bedeutend besser etablieren lassen. Da die Funktionsansätze für Freundesnetzwerk, Adressen, Suche-Biete, etc. da sind aber nicht Zeitgemäß umgesetzt werden, entgeht denen ein mächtiges Userpotential. Die Grundidee hinter gmail.de finde ich nach wie vor gut. Nur glaub ich, dass das Geld nicht mit der Grundidee, sondern mit der guten Umsetzung verdient wird.



supersummasumario: wird meine negative Meinung einfach daher kommen, “dass ich deren Geschäft nicht versteh”. Und dann sollte man glaub ich gefälligst seine Finger davon lassen, wenns ums Einzahlen geht.
Nach diesem Verriss bin ich natürlich erst recht neugierig geworden. Aber mal ehrlich: Allein die Identifizierung ist doch der Hemmschuh schlechthin! Und dazu werden die Nutzen viel zu wenig klar. Per Hand ausfüllen und Personalausweiskopie beilegen?? Halllllllooooooooo????? Wir sind das Web 2.0! Und selbst wenn das nötig ist - dann muss man den GRUND für diesen umständlichen Identkram doch bitte kommunizieren …
Sowas.
Ich hab ja für die umständliche Registrierung noch bedingt verständnis. Auch bei Google muss man sich schließlich so umständlich registrieren, wenns ums Eingemachte geht (adsense beispielsweise).
Aber einen Internet basierten Post-Dienst, ohne auch nur ansatzweise das Web2.0 einfließen zu lassen (usability, Facebook Apps, usw) ist einfach nicht verständlich und wird den Erfolg meines Erachtens deutlich verlangsamen, wenn nicht sogar verhindern.
Jetzt aber schluß mit dem Thema. So lang sich in den Punkten nix ändert, interessiert mich das Private Placement keine Sekunde.
@susi nun besser zu lesen? ;)
ja, ein bisschen besser. Was stört ist die Kapitälchen-Schrift, also die permanente Großschreibung. Das sieht erstmal schick aus, sicher, aber zum Lesen ein Graus …
War mir auch klar. hab ich darum auch bei der ersten Korrektur schon umgestellt. Das bedarf lediglich der Kombination APFEL r (bzw. CMD r - gelle), damit sich alles neu lädt und das Blog in (fast) Blindentauglichkeit präsentiert
oh, tatsächlich! Wun-der-bar!
Und an das cmd musst du mich nicht permanent erinnern. ;-)